Rezensionen
FAZ: eine bewegende Aufführung (Tristan)
Ha’aretz (Tel Aviv): it was one of the best concerts of the Israel Chamber Orchestra in recent years
News: Roberto Paternostro, die personifizierte Strauss-Kompetenz (Ariadne auf Naxos)
The Cincinnati Enquirer: The afternoon concluded with a rewarding performance of Mendelssohn's Symphony No. 3 in A Minor, "Scottish." There was something about Paternostro's warmth, clarity and natural musicality that proved irresistible. Lyrical themes were beautifully felt, and the conductor captured the atmospheric moods of this Scottish postcard.
The orchestra responded with inspired playing, and the performance was enhanced by stunning contributions by the horns and a winning clarinet solo by John Kurokawa. I'm not sure how the musicians kept up with Paternostro's very brisk tempo in the scherzo, but the effect was effervescent. Let's hope we hear more from this maestro.
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Volksoper Wien 15.1.2011
"NEWS": Roberto Paternostro. Der österreichische Chefdirigent des Israel Chamber Orchestra dirigiert an der Volksoper eine musikalisch tolle "Carmen". Jubel für ihn und für Zoryana Kushpler (Carmen),
Mehrzad Montazeri (José), Caroline Melzer (Micaela).
Der neue Merker, Peter Dusek: Schon im Vorspiel wurde klar: diese Carmen wird alles andere als eine gemächliche Repertoire-Vorstellung. Roberto Paternostro, der vom Karajan-Assistenten über Kassel zum Chef des Israel Chamber Orchstra avanciert ist, legte sich voll ins Zeug. Er begann geradezu schwindelerregend mit der „Zirkus-Musik“, stellte im Mittelteil (mit dem Escamillo-Motiv) auf Beruhigung um und erzielte in der finalen Schlüsselszene musikalische Tristan-Intensität.
Und die Besetzung konnte voll mithalten. Die aus der Staatsoper „ausgeborgte“ Zoryana Kushpler hat das gewisse Etwas für die Titelpartie; die aus der Ukraine stammende Mezzosopranistin fängt die Männer mit eher herbem Charme ein: sie ist unangepasst und widerspenstig, ihr Singen betont den Wechsel zwischen Tiefe und Mittellage – und wenn eine gewisse Höhenschärfe technisch bewältigt werden kann – dann wird sie als Carmen bald international reüssieren. Großartig auch ihre beiden männlichen Gegenspieler: Mehrzad Montazeri strahlt als Don José am Beginn noch etwas Braves, Angepasstes aus – ein Muttersöhnchen, der über Carmen zu sich selbst findet und auch zu seinen agressiven seelischen Abgründen. Stimmlich schafft er den Bogen zwischen dem lyrischen Duett mit der ausgezeichneten Micaela- Debütantin- Caroline Melzer über eine intensive Blumen-Arie zu den Herzblut-Szene im 3. und 4. Akt. [...]
Und an diesem Abend war es ein ganzes, ausverkauftes Opernhaus am Währinger Gürtel. Nein, mit Repertoire-Routine hatte diese 131. Vorstellung wirklich nichts zu tun. Friedrich Nietzsche hat schon gewusst, warum er nach seinem Bruch mit Richard Wagner ausgerechnet das Hauptwerk von George Bizet als „Gegenbeispiel“ wählte. Und Robert Paternostro sollte öfter im Haus am Währingergürtel eingesetzt werden.
Jerusalem Symphony Orchestra
Ha'aretz: Die Zweite Symphonie von Brahms war [...] eine vorzügliche Wahl. Roberto Paternostro bestieg die Bühne ohne Notenpult, war vollkommen entspannt, sah alles und hörte alles, demonstrierte seine ausgezeichnete Musikalität, und das Orchester war da, um seine Ideen umzusetzen. Wie gelingt es einem, dem ganzen Orchester ein so schönes Fortissimo zu entlocken, ein süßer Klang bei dem wunderschönen Brahms-Moment am Ende des zweiten Abschnittes, Zartheit beim Zusammenspiel der hohen Holzblasinstrumente, ein wenig Ruhe von den metallenen Blasinstrumenten in den Momenten, da sie in den Hintergrund treten müssen – aber das ist schon eine andere Frage.
Noam Ben Zeev, 2. Dezember 2010. ; Übersetzung: Rafaela Shamir-Schmidt.
Wien, ein Planet in Oligarchenhand. Wie Wien einen Könner verschläft
NEWS: [...] am selbst ernannten Mittelpunkt des Sonnensystems zieht manches vorbei. Zum Beispiel war kürzlich das Israel Chamber Orchestra unter seinem österreichischen Chefdirigenten Roberto Paternostro auf Europa-Tournee. Paternostro [...] bringt seinen Klangkörper im Sommer nach Bayreuth und spielt dort das "Siegfried-Idyll", obwohl Wagner in Israel geächtet ist. Die Aufmerksamkeit, die sich bis in die "New York Times" und auf die Titelseiten der "Süddeutschen" erstreckte, war geweckt. Und, siehe da: Die alarmierten Kritiker lobten glänzende Konzerte. Nun gastierte das brillante Ensemble zwar überzeugend beim Eisenstädter Haydn-Festival und beim Linzer Brucknerfest. Wien aber erreichte es nicht. Der maßgebliche Operndirigent Paternostro, der einen tollen "Ring" eingespielt hat [wurde] von Fachleuten vergebens für die schmerzhaft vakante Stelle des Musikdirektors der Volksoper favorisiert. Ihm schadet es nicht, uns entgeht etwas.
11. November 2010
Stuttgarter Zeitung: Konzert Das Israel Chamber Orchestra spielt in Stuttgart Beethoven - und hat im Stillen Wagner geprobt.
Das Licht auf dem Podium erstrahlt, dunkel gekleidete Damen und Herren erscheinen mit ihren Instrumenten, man stimmt sich ein, der Saal wird dunkel, ein Mann mit Taktstock tritt auf, die Musik beginnt. Ein ganz normales Konzert, hier mit dem Israel Chamber Orchestra und seinem Chefdirigenten Roberto Paternostro im sehr gut besuchten Beethovensaal. Ganz normal? Im Prinzip ja, möchte man im Stile Radio Eriwans sagen. Aber doch auch wieder nicht. Denn das Beethoven-Programm war nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen steht Paternostros in Israel höchst umstrittener Plan, im kommenden Sommer in unmittelbarer Nähe zu den Bayreuther Festspielen mit dem Israel Chamber Orchestra das ,,Siegfried-Idyll" aufzuführen. Der Dirigent bestätigte auf Nachfrage ausdrücklich, dass das Konzert stattfinden werde. Die Zeit sei reif für diesen Brückenschlag, sagt der österreichische Dirigent und musste den Kritikern doch versprechen, Wagner in Israel nicht zu proben, geschweige denn aufzuführen. Es sei eben noch immer ,,schrecklich schwer", den ,,symbolischen Gehalt" einer Wagner-Aufführung durch israelische Musiker zu überwinden, sagte Paternostro in Stuttgart.
Die Mitglieder des Israel Chamber Orchestra haben dies getan. Paternostro hat im Umfeld des Stuttgarter Konzerts am Dienstag - ,,hinter verschlossenen Türen", wie er erklärt - erstmals das ,,Siegfried-Idyll" geprobt, und er weiß, was er sagt, wenn er von dem ,,großen Spaß" erzählt, den alle dabei gehabt hätten.
Vielleicht hat diese versteckte Sensation auch die abendliche Beethoven-Interpretation beflügelt. Paternostro verlangt seinem Orchester in der ,,Prometheus"-Ouvertüre, dem vierten Klavierkonzert sowie der zweiten Sinfonie einen druckvollen und doch auch eleganten Beethoven ab, mit blitzenden Stimmungswechseln, harten Schnitten und einem disparaten Ausdrucksspektrum. Die kleine Streicherbesetzung des Israel Chamber Orchestra erlaubt dem Ohr, schöne Bläsersoli sowie heftige Blechbewegungen wahrzunehmen und dabei zu erkennen, wie modern Beethovens Konzeptionen zu seiner Zeit gewesen sein müssen. Dies gilt vor allem für das vierte Klavierkonzert, das zwischen Lyrik und Furor bestürzend schwankt und die hergebrachten Parameter für die einzelnen Sätze gehörig verwirbelt. Als Solistin am Flügel fügt sich Elena Bashkirova mit grundsätzlich sanftem Zugriff, aber umso heftigeren Attacken in die luftige orchestrale Umgebung. So erzählerisch hört man insbesondere den zweiten Satz selten, in dem das Orchester immer wieder schroff in die Träumereien des Klaviers einbricht. Mit ihrer Schumann-Zugabe machte Bashkirova deutlich, wie sehr diese lyrischen Erfindungen Beethovens in die Zukunft gewirkt haben.
Das Beste gab"s zum Schluss: Spätestens im munteren Finale der ,,Zweiten" wurde endlich einmal deutlich, dass Beethovens frühe Sinfonien gar nicht so sehr auf Mozart, sondern vor allem auf Haydn zurückgreifen. Und überhaupt: dass bei Beethoven, wie ein nicht totzukriegendes Vorurteil behauptet, die Sinfonien mit der geraden Nummer die schlechteren seien - das stimmt nicht einmal im Prinzip.
4. November 2010
Kölner Stadt-Anzeiger: Das Israel Chamber Orchestra in Kölns Philharmonie
Die Kontrapunkt-Konzerte werden traditionell von Künstlern aus den neuen Bundesländern und Osteuropa beschickt. Das Israel Chamber Orchestra, das jetzt mit seinem Leiter Roberto Paternostro kam, wirkt da wie ein Paradiesvogel. Das macht selbstredend nichts, entscheidend ist die Qualität. In Köln zeigten sich die Gäste gut, wenn auch nicht überragend disponiert. Das Orchester verfügt über einen schlanklapidaren, fokussierten Grundklang, der die weiche, kantable Phrasenformung nicht verhindert. Ganz klar, da sind Hochkaräter am Werk. Entsprechend kamen - unter Paternostros unaufgeregter Stabführung - Beethovens einleitende Prometheus- und Mozarts Figaro-Ouvertüre als Zugabe knackig, in den Geigen wie mit der Feder gezogen. Ein wunderbar agiles und doch beherrschtes Klangbild.
6. November 2010
News: Eisenstadt. [...] erregt Roberto Paternostro als Chef des Israel Chamber Orchestra internationales Aufsehen. Zu den Haydntagen glänzt der renommierte Klangkörper in allen Formationen. Paternostro ignoriert Stildiktate: Haydns B-Dur-Symphonie Hob. I:102 stürmt wie die Nullte Beethoven daher; die "Figaro"-Ouvertüre hat man lange nicht mehr so rasant gehört. Ein lohnendes Wagnis: die Cello-Transkriptionen Mahler'scher "Wunderhorn"-Lieder mit dem virtuosen Friedrich Kleinhapl.
OÖ Nachrichten: Mit klassischen Schätzen beim Brucknerfest in einer Matinee zu Gast war am Sonntag das Israel Chamber Orchestra mit seinem Chefdirigenten Roberto Paternostro (53): Der gebürtige Wiener hat erst vergangenes Jahr sein Amt am Pult des renommierten, 1965 gegründeten Orchesters angetreten. Weniger als der Zauber, der jedem Anfang innewohnt, war es wohl das Zusammenfinden eines erfahrenen Dirigenten und eines exzellenten Orchesters, das diese Matinee zum musikalischen Ereignis machte.
Prometheus mag es dem Rebell in Beethoven angetan haben: Gegen den Willen des Zeus formte der mythologische „Feuerbringer“ seine Geschöpfe, denen jedoch erst die Musen zu ihrer Seele verhalfen. Mit seiner Ouvertüre zu Salvatore Viganòs Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus“ schickten die Gäste als musikalische Feuerbringer gleich zu Beginn eine gehörige Portion Energie ins Publikum, die diese Matinee auch weiterhin tragen und bestimmen sollte: in der folgenden, von einer eher unbekümmerten Grundstimmung getragenen Sinfonie Nr. 3 in D-Dur von Schubert, komponiert in dessen „Liederjahr“ 1815, ebenso wie in Haydns Ouvertüre zu „L’Isola disabitata“ (Die wüste Insel) und Mozarts „Haffner“-Sinfonie als noblem, offiziellem Ausklang, gefolgt von dessen schwungvoller Ouvertüre zur „Hochzeit des Figaro“ als zügiger Zugabe. ... ein gelungenes Konzert mit einem mitreißenden, souveränen Orchester und Dirigenten
Neues Volksblatt: Gut besucht war am Sonntag beim Brucknerfest das Israel Chamber Orchestra mit seinem Chefdirigenten Roberto Paternostro, ein exzellent musizierendes Kammerorchester. Das Programm im Brucknersaal bot Klassik aus Wien. Beginnend mit Beethovens Ouvertüre zu Die Geschöpfe des Prometheus, die schwungvoll und klangschön vermittelt wurde. In Franz Schuberts Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200 kommt bereits der künstlerische Anspruch von Melodienseligkeit des noch so jungen Schubert zum Tragen. Die klanglichen Abstufungen kommen beim Israel Chamber Orchestra in meisterhafter Spielmanier zur Geltung. Auch Joseph Haydn mit der Ouvertüre zu L'Isola disabitata und erst recht die Haffner-Sinfonie KV 385 von W. A. Mozart wurden in elegant musikantischer Weise serviert. Sie begeisterten die Zuhörerschaft vor allem mit feiner Klanggestaltung und gerafften Tempi.
Heinz Sichrovsky, News: ‚Ariadne’ in einer Produktion, die an (wirklich) jedem Haus Ehre einlegen würde. Roberto Paternostro, die personifizierte Strauss-Kompetenz, führte das Orchester selbst im herausfordernden Vorspiel zur Spitzenleistung.
Wiener Zeitung (23. September 2009): Aus der Besetzung ragte Endrik Wottrich heraus, dessen trotz angesagter Indisposition makellos gesungener Bacchus nicht alle Tage so zu hören ist. […] und die restlichen Akteure dieser "Ariadne" schienen offenbar Spaß an der Sache zu haben. Ähnliches gilt auch für das Volksopernorchester unter Roberto Paternostro, das […] mit hörbarem Enthusiasmus bei der Sache war.
Kurier: Sieben Jahre war Mozart Freimaurer - auf dieser CD sind die wunderbaren Würdigungen seiner Loge gesammelt zu hören. Roberto Paternostro ist ein sehr feiner Dirigent des Kassel Spohr Chamber Orchesters. Rarität voller Symbolik.
News: Wege in eine faszinierende musikalische Gegenwelt: Mozarts Freimaurermusik - scheinbar simple, doch mit Symbolik aufgeladene Logenlieder, prachtvolle Kantaten und verstörende, avantgardistisch anmutende Ritualmusik - ist in einer hervorragenden Neueinspielung erschienen. Großartig: "Adagio und Fuge" und die rätselvollen Adagios in F-Dur und B-Dur. Entdeckenswert.
American Record Guide: It was a splendid idea to collect all of the known and surviving “Masonic pieces” into a comprehensive anthology; the result is fascinating and rewarding.
The Spohr Chamber Orchestra [...] produces an ideal sonority: modest in weight, yet warm in tone, with exemplary balances and unforced transparency—just right. Conductor Paternostro (a pupil of Karajan, Dohnányi, and the ubiquitous Hans Swarowsky) leads polished, energized readings that also seem ideal. He never leans into anything for effect, yet he seems effortlessly to extract every scintilla of poetry or ritualistic dignity from each selection. [...] overall excellence of the music-making [...] Indeed, every track is played with an ideal blend of style and sensitivity
Gramophone: The other out-and-out masterpiece here is Maurerische Trauermusik, music of remote, austere beauty that incorporates ancient plainchant. Roberto Paternostro’s driven tempo rather undermines the work’s hieratic dignity, though he encourages the hard-working Kassel strings to a notably brusque, angry performance of the C minor Fugue. The chorus sings with aptly robust enthusiasm; and Heo Yong-Hoon fields a pleasing, compact tenor…this is a useful survey of music that remains largely unknown to all but the most dedicated Mozartians.
Allmusic.com: An essential item for the Perfect Mozartian, never less than adequately performed
MusicWeb International: Mauerische Trauermusik: Roberto Paternostro on the new recording takes this work at a rather faster pace than usual…but he maintains much of its essential dignity. […] Paternostro’s tempi in the opening Dir, Seele des Weltalls, are also rather faster than Schreier’s or Kertész’s. This works well in this short cantata of praise to the sun, soul of the whole universe and provider of fruitfulness, warmth and light. […] The recording is good throughout.
Pittsburgh Post-Gazette: the Masonic Funeral Music must stand as one of the composer’s most profound outpourings.
Guardian: The familiar Masonic funeral music remains the towering masterpiece, though the gnarled-sounding Adagio and Fugue in c minor is almost its equal in its depiction of spiritual struggle. The most curious work is probably Die Ihr Des Unermesslichen Weltalls Schöpfer Ehrt, a cantata for tenor and piano that now strikes us as almost new-agey in its assertion that all religions derive from a single spiritual source.
Rezensionen aus der englischsprachigen Fachpresse lesen
Opernglas 12/2009: ... einfühlsam begleitet von der Württembergischen Philharmonie unter der Leitung des versierten Roberto Paternostro. Hoffen lassen vor allem die Qualität des Orchesterspiels und die Kompromisslosigkeit der Produzenten im Anspruch an die musikalischen Partner der im Recital-Mittelpunkt stehenden Künstlerin. Das darf durchaus als bewusste Trendwende gelten, nachdem bei allzu vielen CDs in jüngster Vergangenheit im musikalischen Arrangement oder bei der Begleitung gespart worden war.
das opernglas 12 2009
Roberto Paternostro dirigiert wieder an der Volksoper und startet in Nahost - Interview mit der Wiener Zeitung. [...]
Stolz ist Paternostro darauf, dass ihm heuer im Nahen Osten – ohne es zu wissen – eine Erstaufführung geglückt ist: Er hat in Israel erstmals das Oboenkonzert des (aus israelischer Sicht nicht unproblematischen) Richard Strauss dirigiert.
Interview lesen:
Zwischen Naxos und Israel
The romance between the ICO and the busy international conductor, who was born in Vienna to Venetian parents, studied with Hans Swarowsky, Christoph von Dohnanyi and Gyorgy Ligeti and later became the assistant to Herbert von Karajan, started three years ago.
Interview lesen
Heinz Sichrovsky, News (Juni 2009): Eine generationenüberspannend achtbar besetzte „Zauberflöte“ wurde von Roberto Paternostro, dem Chefdirigenten des Israel Chamber Orchestra, auf inspirative Höhe dirigiert.
Wiener Zeitung: Mit dem vorzüglich motivierten Orchester hat jetzt Roberto Paternostro diese Partitur blankgeputzt präsentiert.
Kurier: Erfreulich Chor und Orchester, die von Roberto Paternostro sicher geführt werden. Die Damen und Herren im Graben kosten Auber hörbar aus und spielen mit Erfolg gegen die szenische Ödnis an.
News: Bleibt das zurecht akklamierte Orchester, das sich dank Roberto Paternostros Kompetenz zu windschnittiger, farbenprächtiger Präzision aufschwingt.
Kleine Zeitung: Mit Charme, Esprit und Drive zeigt Wien - Heimkehrer Roberto Paternostro am Pult, dass sich aus Aubers prickelnd-eleganter Partitur durchaus noch Funken schlagen lassen.
Der große Dirigent leitet in der Volksoper eine Festwochen-Produktion von „Fra Diavolo“ – und schwärmt vom Volksopern-Orchester.
Von Wilhelm Sinkovicz, Die Presse
Artikel lesen:
Paternostros Heimkehr
Artikel im Presse.com-Archiv anzeigen
Ha'aretz, Hagai Hitron (2008): The sound of the orchestra was enriched, strong but not aggressive or irritating. The program was full of wonderful Mozart... the driving playing of the orchestra led by the conductor Roberto Paternostro was remarkable. It seems that interaction between the Italian-Viennese conducor and the orchestra is very successful. In general, it was one of the best concerts of the Israel Chamber Orchestra in recent years.
Gerhard R. Koch, FAZ vom 5.2.2007: Das Titelpaar ist mit Leonid Zakhozhaev und Adrienne Dugger hochrespektabel besetzt, vom Lyrischen ausgehend, ohne heroisches Forcieren. Entsprechend differenziert klang auch das Orchester unter Roberto Paternostro, mit schönen Piano-Gespinsten der Holzbläser. Ein Beweis, wie das instrumentale Niveau generell gestiegen ist. Insgesamt eine bewegende Aufführung.
www.opernnetz.de : Zur Premiere am Staatstheater Kassel:
Geradezu erregend die musikalische Kompetenz des Orchesters des Staatstheaters Kassel: Dem konsequent animierenden Roberto Paternostro gelingen mit dem offenbar hochmotivierten Orchester piano-Passagen äußerster Intensität, Momente atemraubender Stille und tutti-Ausbrüche in transparenter Klarheit - das großartige Musizieren in permanenter sensibler Abstimmung mit den Sängern und in faszinierender Konsonanz mit dem intimen Bühnengeschehen.
NEWS, 2007: Am Staatstheater Kassel wird ein in vielem vorbildlicher „Tristan“ gespielt. Gespielt vor allem, denn der scheidende Generalmusikdirektor Roberto Paternostro, der schon einen auf CD nach-prüfbaren ausgezeichneten „Ring“ einstudiert hat, erweist sich auf der Höhe der Königsaufgabe: ein finsteres, todesschweres Vorspiel, ein intim und subtil musiziertes Liebesduett, endlich ein expressiver, explosiver dritter Akt, der das Orchester als eigentlichen Protagonisten ausweist.
Focus Musikszene: Roberto Paternostro ist ein idealer Verdi-Dirigent, der das Orchester zu glutvollem, aber auch klangschönem Musizieren treibt und mit den Sängern atmet. Das lässt sich besonders gut beobachten, da er mit dem Gesicht zum Publikum dirigiert. Und Kassels GMD hält sich strikt an Verdis Wunsch, die vieraktige Version ohne jede Kürzung und ohne Einfügungen aus früheren Fassungen zu spielen.
Gerhard Persché, Fono Forum: Ihre Bedeutung erhält die Einspielung durch Roberto Paternostro, dessen Partiturexegese dank ihres Detailreichtums bei steter Wahrung der großen Linie besticht und durch ihre wohltuend unpathetische Attitüde überzeugt.
Orpheus: Am Pult des auf hohem Niveau musizierenden Kasseler Orchesters drängt mit ROBERTO PATERNOSTRO ein weiterer Swarowsky-Schüler in die Spitzengruppe der Dirigenten. Der Wiener fördert unzählige instrumentale Details zutage, betont dabei die zentralen Motive, ohne aufdringlich zu werden, und hat es nicht nötig, mit extremen Tempi auf sein Können aufmerksam zu machen; trotzdem gelingt ihm eine spannende, intensive Wiedergabe, bei der er jedoch nie die Kontrolle verliert, was ihm vor allem die Solisten gedankt haben dürften, denen er ein aufmerksamer, fürsorglicher Begleiter ist.
HR2: Eine ausgezeichnete musikalische Interpretation
pizzicato 2007/12: ... nach 'Götterdämmerung' und 'Siegfried', die vor allem wegen der starken Persönlichkeit des Dirigenten Paternostro Interesse verdienten, liegt nun die 1999 aufgezeichnete 'Walküre' vor. Noch immer beeindruckt Paternostro, der seinem Orchester einen transparenten und spannungsvollen Klang abverlangt.
Stereoplay 2008/01: ... Dirigent Roberto Paternostro bietet weit mehr als sängerfreundliche Begleitung. Glasklar arbeitet er die Leitmotive heraus, lässt in den Vorspielen blitzsauber musizieren, gestaltet die Todesverkündung mit kammermusikalischer Transparenz und den Walkürenritt frei von hohlem Pathos.
News: Das eigentlich Ereignishafte aber ist das Dirigat des Österreichers Roberto Paternostro: klar, rasant, dynamisch und fabelhaft durchhörbar das Vorspiel, ungeheuer intensiv die Todesverkündung, elastisch, elegant, frei von Gauleiterpathos der Walkürenritt.
Doch das Ereignis bleibt das in bestechender Form, präzise wie farbstark, spielende Orchester des Staatstheater Kassel unter seinem damaligen Chefdirigenten.
magazin.klassik.com/reviews: Den musikalischen Problemen des Wagner-Epos begegnet er [Roberto Paternostro] mit einem äußerst disziplinierten Dirigat. Er hält die Zügel straff in den Händen und sorgt damit dafür, dass selbst der berüchtigte zweite Akt ohne größere Längen auskommt. Das Orchester erzeugt einen sehr schlanken Klang mit geradezu kammermusikalischem Duktus – in dieser Hinsicht ein erfrischender Beitrag zum relativ unübersichtlichen Markt an Walküre-Einspielungen. Der transparente Orchesterklang legt so auch Motivbeziehungen offen, die im Dröhnen etlicher anderer Walküre-Versuche mitunter verborgen bleiben.
Die Presse: ... - ein Ereignis schon wegen der seltenen Chance, Wagners Musik in allen ihren motivischen Verästelungen, ungestört durch widersinnige oder gar provokante Visualisierungen erleben zu können. Garant dafür war Roberto Paternostro am Pult, abermals ein im Ausland erfolgreicher Wiener und zurzeit GMD in Kassel. Seine phänomenale Schlagtechnik ermöglichte dem Linzer Brucknerorchester die Freisetzung ganz erstaunlicher Qualitäten in puncto Klangkultur, Intonationssicherheit und Präzision. Dem intellektuell-beherrschten Anschein dieses Dirigates zum Trotz kamen aber auch emotionale Wärme, groß aufgebaute Steigerungen, niederschmetternde Tragik der Partitur nicht zu kurz-Merks Wien!.
Online Musik Magazin: [...]während das Orchester des Staatstheaters erneut eine Spitzenleistung zustande bringt, souverän gelenkt von Roberto Paternostro, der es glänzend versteht, schöne Einzelleistungen zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen und ohne spektakuläre Tempi einen nicht enden wollenden Spannungsbogen zu konstruieren
zur Diskographie
Ha’aretz (Tel Aviv): it was one of the best concerts of the Israel Chamber Orchestra in recent years
News: Roberto Paternostro, die personifizierte Strauss-Kompetenz (Ariadne auf Naxos)
US Debut Cincinnati
5. Juni 2011The Cincinnati Enquirer: The afternoon concluded with a rewarding performance of Mendelssohn's Symphony No. 3 in A Minor, "Scottish." There was something about Paternostro's warmth, clarity and natural musicality that proved irresistible. Lyrical themes were beautifully felt, and the conductor captured the atmospheric moods of this Scottish postcard.
The orchestra responded with inspired playing, and the performance was enhanced by stunning contributions by the horns and a winning clarinet solo by John Kurokawa. I'm not sure how the musicians kept up with Paternostro's very brisk tempo in the scherzo, but the effect was effervescent. Let's hope we hear more from this maestro.
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Bizet: Carmen - Wiederaufnahme
Volksoper Wien 15.1.2011
"NEWS": Roberto Paternostro. Der österreichische Chefdirigent des Israel Chamber Orchestra dirigiert an der Volksoper eine musikalisch tolle "Carmen". Jubel für ihn und für Zoryana Kushpler (Carmen),
Mehrzad Montazeri (José), Caroline Melzer (Micaela).
Der neue Merker, Peter Dusek: Schon im Vorspiel wurde klar: diese Carmen wird alles andere als eine gemächliche Repertoire-Vorstellung. Roberto Paternostro, der vom Karajan-Assistenten über Kassel zum Chef des Israel Chamber Orchstra avanciert ist, legte sich voll ins Zeug. Er begann geradezu schwindelerregend mit der „Zirkus-Musik“, stellte im Mittelteil (mit dem Escamillo-Motiv) auf Beruhigung um und erzielte in der finalen Schlüsselszene musikalische Tristan-Intensität.
Und die Besetzung konnte voll mithalten. Die aus der Staatsoper „ausgeborgte“ Zoryana Kushpler hat das gewisse Etwas für die Titelpartie; die aus der Ukraine stammende Mezzosopranistin fängt die Männer mit eher herbem Charme ein: sie ist unangepasst und widerspenstig, ihr Singen betont den Wechsel zwischen Tiefe und Mittellage – und wenn eine gewisse Höhenschärfe technisch bewältigt werden kann – dann wird sie als Carmen bald international reüssieren. Großartig auch ihre beiden männlichen Gegenspieler: Mehrzad Montazeri strahlt als Don José am Beginn noch etwas Braves, Angepasstes aus – ein Muttersöhnchen, der über Carmen zu sich selbst findet und auch zu seinen agressiven seelischen Abgründen. Stimmlich schafft er den Bogen zwischen dem lyrischen Duett mit der ausgezeichneten Micaela- Debütantin- Caroline Melzer über eine intensive Blumen-Arie zu den Herzblut-Szene im 3. und 4. Akt. [...]
Und an diesem Abend war es ein ganzes, ausverkauftes Opernhaus am Währinger Gürtel. Nein, mit Repertoire-Routine hatte diese 131. Vorstellung wirklich nichts zu tun. Friedrich Nietzsche hat schon gewusst, warum er nach seinem Bruch mit Richard Wagner ausgerechnet das Hauptwerk von George Bizet als „Gegenbeispiel“ wählte. Und Robert Paternostro sollte öfter im Haus am Währingergürtel eingesetzt werden.
Dem schönen Klang nach
Jerusalem Symphony Orchestra
Ha'aretz: Die Zweite Symphonie von Brahms war [...] eine vorzügliche Wahl. Roberto Paternostro bestieg die Bühne ohne Notenpult, war vollkommen entspannt, sah alles und hörte alles, demonstrierte seine ausgezeichnete Musikalität, und das Orchester war da, um seine Ideen umzusetzen. Wie gelingt es einem, dem ganzen Orchester ein so schönes Fortissimo zu entlocken, ein süßer Klang bei dem wunderschönen Brahms-Moment am Ende des zweiten Abschnittes, Zartheit beim Zusammenspiel der hohen Holzblasinstrumente, ein wenig Ruhe von den metallenen Blasinstrumenten in den Momenten, da sie in den Hintergrund treten müssen – aber das ist schon eine andere Frage.
Noam Ben Zeev, 2. Dezember 2010. ; Übersetzung: Rafaela Shamir-Schmidt.
Heinz Sichrovsky über israelische Musiker auf Tour
Wien, ein Planet in Oligarchenhand. Wie Wien einen Könner verschläft
NEWS: [...] am selbst ernannten Mittelpunkt des Sonnensystems zieht manches vorbei. Zum Beispiel war kürzlich das Israel Chamber Orchestra unter seinem österreichischen Chefdirigenten Roberto Paternostro auf Europa-Tournee. Paternostro [...] bringt seinen Klangkörper im Sommer nach Bayreuth und spielt dort das "Siegfried-Idyll", obwohl Wagner in Israel geächtet ist. Die Aufmerksamkeit, die sich bis in die "New York Times" und auf die Titelseiten der "Süddeutschen" erstreckte, war geweckt. Und, siehe da: Die alarmierten Kritiker lobten glänzende Konzerte. Nun gastierte das brillante Ensemble zwar überzeugend beim Eisenstädter Haydn-Festival und beim Linzer Brucknerfest. Wien aber erreichte es nicht. Der maßgebliche Operndirigent Paternostro, der einen tollen "Ring" eingespielt hat [wurde] von Fachleuten vergebens für die schmerzhaft vakante Stelle des Musikdirektors der Volksoper favorisiert. Ihm schadet es nicht, uns entgeht etwas.
11. November 2010
Heftige Attacken in luftiger Umgebung
Stuttgarter Zeitung: Konzert Das Israel Chamber Orchestra spielt in Stuttgart Beethoven - und hat im Stillen Wagner geprobt.
Das Licht auf dem Podium erstrahlt, dunkel gekleidete Damen und Herren erscheinen mit ihren Instrumenten, man stimmt sich ein, der Saal wird dunkel, ein Mann mit Taktstock tritt auf, die Musik beginnt. Ein ganz normales Konzert, hier mit dem Israel Chamber Orchestra und seinem Chefdirigenten Roberto Paternostro im sehr gut besuchten Beethovensaal. Ganz normal? Im Prinzip ja, möchte man im Stile Radio Eriwans sagen. Aber doch auch wieder nicht. Denn das Beethoven-Programm war nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen steht Paternostros in Israel höchst umstrittener Plan, im kommenden Sommer in unmittelbarer Nähe zu den Bayreuther Festspielen mit dem Israel Chamber Orchestra das ,,Siegfried-Idyll" aufzuführen. Der Dirigent bestätigte auf Nachfrage ausdrücklich, dass das Konzert stattfinden werde. Die Zeit sei reif für diesen Brückenschlag, sagt der österreichische Dirigent und musste den Kritikern doch versprechen, Wagner in Israel nicht zu proben, geschweige denn aufzuführen. Es sei eben noch immer ,,schrecklich schwer", den ,,symbolischen Gehalt" einer Wagner-Aufführung durch israelische Musiker zu überwinden, sagte Paternostro in Stuttgart.
Die Mitglieder des Israel Chamber Orchestra haben dies getan. Paternostro hat im Umfeld des Stuttgarter Konzerts am Dienstag - ,,hinter verschlossenen Türen", wie er erklärt - erstmals das ,,Siegfried-Idyll" geprobt, und er weiß, was er sagt, wenn er von dem ,,großen Spaß" erzählt, den alle dabei gehabt hätten.
Vielleicht hat diese versteckte Sensation auch die abendliche Beethoven-Interpretation beflügelt. Paternostro verlangt seinem Orchester in der ,,Prometheus"-Ouvertüre, dem vierten Klavierkonzert sowie der zweiten Sinfonie einen druckvollen und doch auch eleganten Beethoven ab, mit blitzenden Stimmungswechseln, harten Schnitten und einem disparaten Ausdrucksspektrum. Die kleine Streicherbesetzung des Israel Chamber Orchestra erlaubt dem Ohr, schöne Bläsersoli sowie heftige Blechbewegungen wahrzunehmen und dabei zu erkennen, wie modern Beethovens Konzeptionen zu seiner Zeit gewesen sein müssen. Dies gilt vor allem für das vierte Klavierkonzert, das zwischen Lyrik und Furor bestürzend schwankt und die hergebrachten Parameter für die einzelnen Sätze gehörig verwirbelt. Als Solistin am Flügel fügt sich Elena Bashkirova mit grundsätzlich sanftem Zugriff, aber umso heftigeren Attacken in die luftige orchestrale Umgebung. So erzählerisch hört man insbesondere den zweiten Satz selten, in dem das Orchester immer wieder schroff in die Träumereien des Klaviers einbricht. Mit ihrer Schumann-Zugabe machte Bashkirova deutlich, wie sehr diese lyrischen Erfindungen Beethovens in die Zukunft gewirkt haben.
Das Beste gab"s zum Schluss: Spätestens im munteren Finale der ,,Zweiten" wurde endlich einmal deutlich, dass Beethovens frühe Sinfonien gar nicht so sehr auf Mozart, sondern vor allem auf Haydn zurückgreifen. Und überhaupt: dass bei Beethoven, wie ein nicht totzukriegendes Vorurteil behauptet, die Sinfonien mit der geraden Nummer die schlechteren seien - das stimmt nicht einmal im Prinzip.
4. November 2010
Wie mit der Feder gezogen
Kölner Stadt-Anzeiger: Das Israel Chamber Orchestra in Kölns Philharmonie
Die Kontrapunkt-Konzerte werden traditionell von Künstlern aus den neuen Bundesländern und Osteuropa beschickt. Das Israel Chamber Orchestra, das jetzt mit seinem Leiter Roberto Paternostro kam, wirkt da wie ein Paradiesvogel. Das macht selbstredend nichts, entscheidend ist die Qualität. In Köln zeigten sich die Gäste gut, wenn auch nicht überragend disponiert. Das Orchester verfügt über einen schlanklapidaren, fokussierten Grundklang, der die weiche, kantable Phrasenformung nicht verhindert. Ganz klar, da sind Hochkaräter am Werk. Entsprechend kamen - unter Paternostros unaufgeregter Stabführung - Beethovens einleitende Prometheus- und Mozarts Figaro-Ouvertüre als Zugabe knackig, in den Geigen wie mit der Feder gezogen. Ein wunderbar agiles und doch beherrschtes Klangbild.
6. November 2010
Noble musikalische Feuerbringer aus Israel
Israel Chamber Orchestra und Roberto Paternostro in Österreich
News: Eisenstadt. [...] erregt Roberto Paternostro als Chef des Israel Chamber Orchestra internationales Aufsehen. Zu den Haydntagen glänzt der renommierte Klangkörper in allen Formationen. Paternostro ignoriert Stildiktate: Haydns B-Dur-Symphonie Hob. I:102 stürmt wie die Nullte Beethoven daher; die "Figaro"-Ouvertüre hat man lange nicht mehr so rasant gehört. Ein lohnendes Wagnis: die Cello-Transkriptionen Mahler'scher "Wunderhorn"-Lieder mit dem virtuosen Friedrich Kleinhapl.
Noble musikalische Feuerbringer aus Israel
OÖ Nachrichten: Mit klassischen Schätzen beim Brucknerfest in einer Matinee zu Gast war am Sonntag das Israel Chamber Orchestra mit seinem Chefdirigenten Roberto Paternostro (53): Der gebürtige Wiener hat erst vergangenes Jahr sein Amt am Pult des renommierten, 1965 gegründeten Orchesters angetreten. Weniger als der Zauber, der jedem Anfang innewohnt, war es wohl das Zusammenfinden eines erfahrenen Dirigenten und eines exzellenten Orchesters, das diese Matinee zum musikalischen Ereignis machte.
Prometheus mag es dem Rebell in Beethoven angetan haben: Gegen den Willen des Zeus formte der mythologische „Feuerbringer“ seine Geschöpfe, denen jedoch erst die Musen zu ihrer Seele verhalfen. Mit seiner Ouvertüre zu Salvatore Viganòs Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus“ schickten die Gäste als musikalische Feuerbringer gleich zu Beginn eine gehörige Portion Energie ins Publikum, die diese Matinee auch weiterhin tragen und bestimmen sollte: in der folgenden, von einer eher unbekümmerten Grundstimmung getragenen Sinfonie Nr. 3 in D-Dur von Schubert, komponiert in dessen „Liederjahr“ 1815, ebenso wie in Haydns Ouvertüre zu „L’Isola disabitata“ (Die wüste Insel) und Mozarts „Haffner“-Sinfonie als noblem, offiziellem Ausklang, gefolgt von dessen schwungvoller Ouvertüre zur „Hochzeit des Figaro“ als zügiger Zugabe. ... ein gelungenes Konzert mit einem mitreißenden, souveränen Orchester und Dirigenten
In meisterhafter Spielmanier
Neues Volksblatt: Gut besucht war am Sonntag beim Brucknerfest das Israel Chamber Orchestra mit seinem Chefdirigenten Roberto Paternostro, ein exzellent musizierendes Kammerorchester. Das Programm im Brucknersaal bot Klassik aus Wien. Beginnend mit Beethovens Ouvertüre zu Die Geschöpfe des Prometheus, die schwungvoll und klangschön vermittelt wurde. In Franz Schuberts Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200 kommt bereits der künstlerische Anspruch von Melodienseligkeit des noch so jungen Schubert zum Tragen. Die klanglichen Abstufungen kommen beim Israel Chamber Orchestra in meisterhafter Spielmanier zur Geltung. Auch Joseph Haydn mit der Ouvertüre zu L'Isola disabitata und erst recht die Haffner-Sinfonie KV 385 von W. A. Mozart wurden in elegant musikantischer Weise serviert. Sie begeisterten die Zuhörerschaft vor allem mit feiner Klanggestaltung und gerafften Tempi.
R. Strauss „Ariadne auf Naxos“, Wien
Wiederaufnahme an der Wiener Volksoper, September 2009
Heinz Sichrovsky, News: ‚Ariadne’ in einer Produktion, die an (wirklich) jedem Haus Ehre einlegen würde. Roberto Paternostro, die personifizierte Strauss-Kompetenz, führte das Orchester selbst im herausfordernden Vorspiel zur Spitzenleistung.
Wiener Zeitung (23. September 2009): Aus der Besetzung ragte Endrik Wottrich heraus, dessen trotz angesagter Indisposition makellos gesungener Bacchus nicht alle Tage so zu hören ist. […] und die restlichen Akteure dieser "Ariadne" schienen offenbar Spaß an der Sache zu haben. Ähnliches gilt auch für das Volksopernorchester unter Roberto Paternostro, das […] mit hörbarem Enthusiasmus bei der Sache war.
CD Mozart: Masonic Music
Kurier: Sieben Jahre war Mozart Freimaurer - auf dieser CD sind die wunderbaren Würdigungen seiner Loge gesammelt zu hören. Roberto Paternostro ist ein sehr feiner Dirigent des Kassel Spohr Chamber Orchesters. Rarität voller Symbolik.
News: Wege in eine faszinierende musikalische Gegenwelt: Mozarts Freimaurermusik - scheinbar simple, doch mit Symbolik aufgeladene Logenlieder, prachtvolle Kantaten und verstörende, avantgardistisch anmutende Ritualmusik - ist in einer hervorragenden Neueinspielung erschienen. Großartig: "Adagio und Fuge" und die rätselvollen Adagios in F-Dur und B-Dur. Entdeckenswert.
American Record Guide: It was a splendid idea to collect all of the known and surviving “Masonic pieces” into a comprehensive anthology; the result is fascinating and rewarding.
The Spohr Chamber Orchestra [...] produces an ideal sonority: modest in weight, yet warm in tone, with exemplary balances and unforced transparency—just right. Conductor Paternostro (a pupil of Karajan, Dohnányi, and the ubiquitous Hans Swarowsky) leads polished, energized readings that also seem ideal. He never leans into anything for effect, yet he seems effortlessly to extract every scintilla of poetry or ritualistic dignity from each selection. [...] overall excellence of the music-making [...] Indeed, every track is played with an ideal blend of style and sensitivity
Gramophone: The other out-and-out masterpiece here is Maurerische Trauermusik, music of remote, austere beauty that incorporates ancient plainchant. Roberto Paternostro’s driven tempo rather undermines the work’s hieratic dignity, though he encourages the hard-working Kassel strings to a notably brusque, angry performance of the C minor Fugue. The chorus sings with aptly robust enthusiasm; and Heo Yong-Hoon fields a pleasing, compact tenor…this is a useful survey of music that remains largely unknown to all but the most dedicated Mozartians.
Allmusic.com: An essential item for the Perfect Mozartian, never less than adequately performed
MusicWeb International: Mauerische Trauermusik: Roberto Paternostro on the new recording takes this work at a rather faster pace than usual…but he maintains much of its essential dignity. […] Paternostro’s tempi in the opening Dir, Seele des Weltalls, are also rather faster than Schreier’s or Kertész’s. This works well in this short cantata of praise to the sun, soul of the whole universe and provider of fruitfulness, warmth and light. […] The recording is good throughout.
Pittsburgh Post-Gazette: the Masonic Funeral Music must stand as one of the composer’s most profound outpourings.
Guardian: The familiar Masonic funeral music remains the towering masterpiece, though the gnarled-sounding Adagio and Fugue in c minor is almost its equal in its depiction of spiritual struggle. The most curious work is probably Die Ihr Des Unermesslichen Weltalls Schöpfer Ehrt, a cantata for tenor and piano that now strikes us as almost new-agey in its assertion that all religions derive from a single spiritual source.
Rezensionen aus der englischsprachigen Fachpresse lesen
Opernglas
Opernglas 12/2009: ... einfühlsam begleitet von der Württembergischen Philharmonie unter der Leitung des versierten Roberto Paternostro. Hoffen lassen vor allem die Qualität des Orchesterspiels und die Kompromisslosigkeit der Produzenten im Anspruch an die musikalischen Partner der im Recital-Mittelpunkt stehenden Künstlerin. Das darf durchaus als bewusste Trendwende gelten, nachdem bei allzu vielen CDs in jüngster Vergangenheit im musikalischen Arrangement oder bei der Begleitung gespart worden war.
das opernglas 12 2009 „Zwischen Naxos und Israel“
Roberto Paternostro dirigiert wieder an der Volksoper und startet in Nahost - Interview mit der Wiener Zeitung. [...]
Stolz ist Paternostro darauf, dass ihm heuer im Nahen Osten – ohne es zu wissen – eine Erstaufführung geglückt ist: Er hat in Israel erstmals das Oboenkonzert des (aus israelischer Sicht nicht unproblematischen) Richard Strauss dirigiert.
Interview lesen:
Zwischen Naxos und Israel Opening the chamber of secrets
Interview mit der Jerusalem Post
The romance between the ICO and the busy international conductor, who was born in Vienna to Venetian parents, studied with Hans Swarowsky, Christoph von Dohnanyi and Gyorgy Ligeti and later became the assistant to Herbert von Karajan, started three years ago.
Interview lesen
Die Zauberflöte - Volksoper Wien
Heinz Sichrovsky, News (Juni 2009): Eine generationenüberspannend achtbar besetzte „Zauberflöte“ wurde von Roberto Paternostro, dem Chefdirigenten des Israel Chamber Orchestra, auf inspirative Höhe dirigiert.
Auber: Fra Diavolo
Premiere Mai 2009 in Wien
Wiener Zeitung: Mit dem vorzüglich motivierten Orchester hat jetzt Roberto Paternostro diese Partitur blankgeputzt präsentiert.
Kurier: Erfreulich Chor und Orchester, die von Roberto Paternostro sicher geführt werden. Die Damen und Herren im Graben kosten Auber hörbar aus und spielen mit Erfolg gegen die szenische Ödnis an.
News: Bleibt das zurecht akklamierte Orchester, das sich dank Roberto Paternostros Kompetenz zu windschnittiger, farbenprächtiger Präzision aufschwingt.
Kleine Zeitung: Mit Charme, Esprit und Drive zeigt Wien - Heimkehrer Roberto Paternostro am Pult, dass sich aus Aubers prickelnd-eleganter Partitur durchaus noch Funken schlagen lassen.
Paternostros Heimkehr: ‚Endlich wieder in Wien dirigieren’
Der große Dirigent leitet in der Volksoper eine Festwochen-Produktion von „Fra Diavolo“ – und schwärmt vom Volksopern-Orchester.
Von Wilhelm Sinkovicz, Die Presse
Artikel lesen:
Paternostros Heimkehr Artikel im Presse.com-Archiv anzeigen
An Ear Full of Music
Concert of the Israel Chamber Orchestra conducted by Roberto Paternostro at the Tel Aviv Museum of Art
Ha'aretz, Hagai Hitron (2008): The sound of the orchestra was enriched, strong but not aggressive or irritating. The program was full of wonderful Mozart... the driving playing of the orchestra led by the conductor Roberto Paternostro was remarkable. It seems that interaction between the Italian-Viennese conducor and the orchestra is very successful. In general, it was one of the best concerts of the Israel Chamber Orchestra in recent years.
Richard Wagner: Tristan und Isolde
Gerhard R. Koch, FAZ vom 5.2.2007: Das Titelpaar ist mit Leonid Zakhozhaev und Adrienne Dugger hochrespektabel besetzt, vom Lyrischen ausgehend, ohne heroisches Forcieren. Entsprechend differenziert klang auch das Orchester unter Roberto Paternostro, mit schönen Piano-Gespinsten der Holzbläser. Ein Beweis, wie das instrumentale Niveau generell gestiegen ist. Insgesamt eine bewegende Aufführung.
www.opernnetz.de : Zur Premiere am Staatstheater Kassel:
Geradezu erregend die musikalische Kompetenz des Orchesters des Staatstheaters Kassel: Dem konsequent animierenden Roberto Paternostro gelingen mit dem offenbar hochmotivierten Orchester piano-Passagen äußerster Intensität, Momente atemraubender Stille und tutti-Ausbrüche in transparenter Klarheit - das großartige Musizieren in permanenter sensibler Abstimmung mit den Sängern und in faszinierender Konsonanz mit dem intimen Bühnengeschehen.
NEWS, 2007: Am Staatstheater Kassel wird ein in vielem vorbildlicher „Tristan“ gespielt. Gespielt vor allem, denn der scheidende Generalmusikdirektor Roberto Paternostro, der schon einen auf CD nach-prüfbaren ausgezeichneten „Ring“ einstudiert hat, erweist sich auf der Höhe der Königsaufgabe: ein finsteres, todesschweres Vorspiel, ein intim und subtil musiziertes Liebesduett, endlich ein expressiver, explosiver dritter Akt, der das Orchester als eigentlichen Protagonisten ausweist.
... ein idealer Verdi-Dirigent / Don Carlos
Focus Musikszene: Roberto Paternostro ist ein idealer Verdi-Dirigent, der das Orchester zu glutvollem, aber auch klangschönem Musizieren treibt und mit den Sängern atmet. Das lässt sich besonders gut beobachten, da er mit dem Gesicht zum Publikum dirigiert. Und Kassels GMD hält sich strikt an Verdis Wunsch, die vieraktige Version ohne jede Kürzung und ohne Einfügungen aus früheren Fassungen zu spielen.
Richard Wagner: Siegfried
Gerhard Persché, Fono Forum: Ihre Bedeutung erhält die Einspielung durch Roberto Paternostro, dessen Partiturexegese dank ihres Detailreichtums bei steter Wahrung der großen Linie besticht und durch ihre wohltuend unpathetische Attitüde überzeugt.
Orpheus: Am Pult des auf hohem Niveau musizierenden Kasseler Orchesters drängt mit ROBERTO PATERNOSTRO ein weiterer Swarowsky-Schüler in die Spitzengruppe der Dirigenten. Der Wiener fördert unzählige instrumentale Details zutage, betont dabei die zentralen Motive, ohne aufdringlich zu werden, und hat es nicht nötig, mit extremen Tempi auf sein Können aufmerksam zu machen; trotzdem gelingt ihm eine spannende, intensive Wiedergabe, bei der er jedoch nie die Kontrolle verliert, was ihm vor allem die Solisten gedankt haben dürften, denen er ein aufmerksamer, fürsorglicher Begleiter ist.
HR2: Eine ausgezeichnete musikalische Interpretation
Richard Wagner: Die Walküre
pizzicato 2007/12: ... nach 'Götterdämmerung' und 'Siegfried', die vor allem wegen der starken Persönlichkeit des Dirigenten Paternostro Interesse verdienten, liegt nun die 1999 aufgezeichnete 'Walküre' vor. Noch immer beeindruckt Paternostro, der seinem Orchester einen transparenten und spannungsvollen Klang abverlangt.
Stereoplay 2008/01: ... Dirigent Roberto Paternostro bietet weit mehr als sängerfreundliche Begleitung. Glasklar arbeitet er die Leitmotive heraus, lässt in den Vorspielen blitzsauber musizieren, gestaltet die Todesverkündung mit kammermusikalischer Transparenz und den Walkürenritt frei von hohlem Pathos.
News: Das eigentlich Ereignishafte aber ist das Dirigat des Österreichers Roberto Paternostro: klar, rasant, dynamisch und fabelhaft durchhörbar das Vorspiel, ungeheuer intensiv die Todesverkündung, elastisch, elegant, frei von Gauleiterpathos der Walkürenritt.
Doch das Ereignis bleibt das in bestechender Form, präzise wie farbstark, spielende Orchester des Staatstheater Kassel unter seinem damaligen Chefdirigenten.
magazin.klassik.com/reviews: Den musikalischen Problemen des Wagner-Epos begegnet er [Roberto Paternostro] mit einem äußerst disziplinierten Dirigat. Er hält die Zügel straff in den Händen und sorgt damit dafür, dass selbst der berüchtigte zweite Akt ohne größere Längen auskommt. Das Orchester erzeugt einen sehr schlanken Klang mit geradezu kammermusikalischem Duktus – in dieser Hinsicht ein erfrischender Beitrag zum relativ unübersichtlichen Markt an Walküre-Einspielungen. Der transparente Orchesterklang legt so auch Motivbeziehungen offen, die im Dröhnen etlicher anderer Walküre-Versuche mitunter verborgen bleiben.
Richard Wagner: Götterdämmerung
Die Presse: ... - ein Ereignis schon wegen der seltenen Chance, Wagners Musik in allen ihren motivischen Verästelungen, ungestört durch widersinnige oder gar provokante Visualisierungen erleben zu können. Garant dafür war Roberto Paternostro am Pult, abermals ein im Ausland erfolgreicher Wiener und zurzeit GMD in Kassel. Seine phänomenale Schlagtechnik ermöglichte dem Linzer Brucknerorchester die Freisetzung ganz erstaunlicher Qualitäten in puncto Klangkultur, Intonationssicherheit und Präzision. Dem intellektuell-beherrschten Anschein dieses Dirigates zum Trotz kamen aber auch emotionale Wärme, groß aufgebaute Steigerungen, niederschmetternde Tragik der Partitur nicht zu kurz-Merks Wien!.
Online Musik Magazin: [...]während das Orchester des Staatstheaters erneut eine Spitzenleistung zustande bringt, souverän gelenkt von Roberto Paternostro, der es glänzend versteht, schöne Einzelleistungen zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen und ohne spektakuläre Tempi einen nicht enden wollenden Spannungsbogen zu konstruieren
zur Diskographie


